Interkulturelle Mediation

Universität Heidelberg - Wissenschaftliche Weiterbildung

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Kursbeschreibung

Vielfalt, Verschiedenheit, Differenz sind in Deutschland zum Normalfall, doch nicht für jede/n zum Ideal geworden. In Vielfalts- und Diversitätskontexten steigt die Wahrscheinlichkeit der Intransparenz in kommunikativen Vorgängen. Mediation ist per se ein Verfahren, Unterschiede produktiv zu machen. Für die Bearbeitung von Konflikten jeglicher Art kann perspektivisches Sehen bewusst eingesetzt werden, um den Dialog zu unterstützen.

Kultur als Sehweise ist komplex und für die Konfliktarbeit lohnend: Bewährt hat sich hier ein Praxistool, das einen neuen Umgang mit Vielfalt ermöglicht. Der Workshop macht mit verschiedenen wichtigen Begriffen, Tools und Ebenen interkultureller Mediation vertraut und bietet interessante und produktive Einblicke nach dem Perspektiven-Modell der Schule Interkultureller Mediatoren. Was gilt es zu wissen? Dieser Frage möchte ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in diesem interaktiven Workshop nachgehen. Der Workshop will praxisorientierte Antworten zum Thema Interkulturelle Mediation geben, indem er Reflexionshilfen, Handlungsoptionen sowie Beispiele für die Mediationsarbeit bietet. Zudem informiert die Dozentin über Initiativen, Netzwerke und Publikationen zu diesem Thema. Am Ende dieses Workshops sollen die Teilnehmenden dazu befähigt sein, neue Ideen für ihr eigenes Tätigkeitsfeld umzusetzen.

Dieses Seminar deckt im Sinne des § 3 der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) 15 Zeitstunden der Fortbildungspflicht ab.

Dozent*innen
Christian von Baumbach ist Mediator (BAFM, BM, SIMI) und Ausbilder BM. Nach dem Studium in Bonn und Japan arbeitete er sechs Jahre in Japan.
Als Interkultureller Mediator (Interculture e.V.) und Crossborder Family Mediator (MiKK e.V.) ist er spezialisiert auf die Vermittlung bei internationalen und interkulturellen Konflikten. Er leitet Mediationstrainings, z.B.für den Verein MiKK und das Heidelberger Institut für Mediation, und ist Lehrbeauftragter der HAW-Hamburg, der Euro-FH und der Osaka University. Als Mitglied von MiKK e.V. in Berlin, Partner von PracticeForte Advisory in Singapur und Panel-Mediator am JIMC Kyoto ist er international vernetzt.


Dr. Eva Schwittek ist Mediatorin (BM, BAFM, Cross-Border Family Mediator) sowie Notarin und Rechtsanwältin mit internationalem Schwerpunkt. Sie hat in Japan, den USA, Pakistan und Afghanistan gelebt.
Seit 2016 ist sie Mediatorin, oft mit interkulturellem Bezug, seit 2019 bildet sie Mediator*innen aus, u.a. am Heidelberger Institut für Mediation und an der Universität Osaka. Sie hat zu einem rechtsvergleichenden Thema promoviert, am Japanreferat des MPI für ausländisches und internationales Privatrecht gearbeitet. Sie ist Mitglied in internationalen Netzwerken, etwa bei JIMC (Japan International Mediation Center) und AIJA (Associati-on Internationale des Jeunes Avocats).

Kursinformationen

Tags

mediation

kultur

kommunikation

dialog

interkulturalitaet

interkulturelle kompetenz

selbstreflexion

konfliktloesung

Dauer
2 Tage
Unterrichtszeiten
15 Zeitstunden
Termin
13.03.2026 bis 14.03.2026
Kosten
450,00 €
Zielgruppe
Mediator*innen oder Personen, die beruflich mit der Lösung interkultureller Konflikte befasst sind.
Bildungsart
Fortbildung/Qualifizierung
Unterrichtsform
Wochenendveranstaltung
Förderung
Bildungsträger ist im Sinne des BzG BW anerkannt
Präsenzkurs
Dieser Kurs findet ausschließlich als Anwesenheitsveranstaltung statt.
URL des Kurses
Anmelde URL des Kurses
Veranstaltungsort
heiSKILLS Seminarzentrum der Universität Heidelberg
Bergheimer Str. 58A, Gebäude 43 11, 2. OG
69115 Heidelberg (Neckar)