Das Europäische Sprachenportfolio (ESP) für die Erwachsenenbildung
Erwachsene Sprachenlernende wünschen sich eine Möglichkeit, ihre eigenen Lernfortschritte selbst einschätzen zu können und zu dokumentieren, was sie in einer Fremdsprache bereits beherrschen und welche Sprachkompetenzen sie noch erwerben müssen.
Ein Instrument dazu stellt das ESP für die Erwachsenenbildung dar. Es besteht aus den Teilen "Sprachenpass", "Sprachenbiografie" und "Dossier". Im Sprachenpass werden für alle erlernten Sprachen die erreichten Niveaustufen bezogen auf den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen eingetragen, die zusätzlich mittels Teilnahme an Prüfungen belegt werden können. Der Sprachenpass dient bei einer Bewerbung um einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle als wertvolles Dokumentationsinstrument für Sprachkenntnisse.
In der Sprachenbiografie lässt sich mittels Checklisten zum Selbstbearbeiten der eigene Lernfortschritt in einer oder mehreren aktuell erlernten Sprachen dokumentieren. Darüber hinaus erhält der erwachsene Lerner in diesem Teil wertvolle Tipps, wie sich die Lernleistung und das Lernverhalten verbessern lassen. Die Sprachenbiografie ist ein persönliches Dokument, das nicht zum Einblick für andere (z.B. den Dozenten/ die Dozentin) bestimmt ist. Es hilft aber gleichwohl dem Lernenden, dem Kursleitenden Hinweise darauf zu geben, welche Sprachkompetenzen er noch erwerben möchte.
Das Dossier dient als Sammelmappe für fremdsprachliche Dokumente, die der Lerner/ die Lernerin selbst verfasst hat oder die nicht in Vergessenheit geraten sollen (z.B. Gedichte, Liedtexte, Titel von gelesenen Romanen,… ).
Es gibt derzeit in Europa ca. 6-8 vom Europarat akkreditierte ESPs, die sich entweder auf das Erlernen der Allgemeinsprache oder auf das Erlernen von Berufssprache beziehen. Alle sind mit ihren Kompetenzbeschreibungen am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen orientiert. Siehe auch: www.sprachenportfolio.ch.











