Kulturelle Bildung als Schlüsselkompetenz
Kulturelle Bildung ermöglicht in besonderem Maße authentische Bildungserlebnisse, vermittelt aber auch gesellschaftlich unverzichtbare Schlüsselkompetenzen.
Die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft hängt entscheidend von Schlüsselkompetenzen der sogenannten "soft skills" ab: Kreativität, Fantasie, Sensibilität für Wahrnehmungen, symbolisches Wissen, aber auch kommunikative und soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Solidarität u.a. Diese Schlüsselkompetenzen können gleichzeitig und gleichwertig besonders gut in Veranstaltungen des Künstlerischen Gestaltens ausgebildet und gefördert werden. In maßgeschneiderten Firmenkursen können die Mitarbeiter/-innen kreative und künstlerisch-gestalterische Fähigkeiten und Fertigkeiten lernen, ausbilden und erproben – aber auch die Sensibilität für Wahrnehmungen und differenzierteres Sehenlernen, Mut zur Fantasie, Originalität und zum Experiment entwickeln; in Projektarbeit können sie Teamfähigkeit beweisen o. ä.
Institutionen der kulturellen Bildung bieten außer kulturellen Angeboten und der Vermittlung künstlerischer Fertigkeiten im Hobby und Freizeitbereich (siehe dazu folgenden Link) weitere Kurse:
- berufsvorbereitende und berufsbegleitende Veranstaltungen für künstlerische und kulturelle Berufe an (z.B.: Mappenkurse zur Vorbereitung auf ein Akademie- oder FH-Studium oder Schreib- und Autorenförderung zur Vorbereitung auf eine professionelle Schriftstellertätigkeit);
- künstlerische und kunsttheoretische Weiterbildung für pädagogische Berufe;
- ermöglichen künstlerische Weiterqualifizierung für handwerkliche und kunstnahe Berufe an (z.B. "Gestalten mit dem PC", "Modezeichnen", "perspektivisches Zeichnen" o.ä.).
Und noch etwas zur Relevanz der kulturellen Bildung:
Alte Kulturtechniken (Filzen, Marmorieren, Körbe flechten, Klöppeln u.ä.) werden durch kulturelle Bildung bewahrt und am Leben gehalten. Durch die Verbindung von handwerklich-technischen Fertigkeiten und kulturhistorischen Informationen leistet die kulturelle Bildung einen wesentlichen Beitrag zu einer "Traditionspflege" im besten Sinne.
Da sich – nicht zuletzt als Folge der PISA-Studie – die bildungspolitischen Bemühungen auf die geprüften Fächer (Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften) konzentrieren, die für die Persönlichkeitsentwicklung unverzichtbare Fächer (gestalterische, musisch-kreative und bewegungsorientierte) leicht ins Hintertreffen.
Um diese Defizite auszugleichen, werden freiwillige außerschulische Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche z.B. in den Jugendkunstschulen zukünftig immer wichtiger.
Die moderne Gehirn- und Bewusstseinsforschung hat nachgewiesen, wie komplex das menschliche Gehirn arbeitet und wie wichtig es ist, Lernen möglichst ganzheitlich zu gestalten.
Da in unserer Gesellschaft die rationalen Fähigkeiten (Sprechen, Lesen, Rechnen) (zu) stark dominieren, ist es notwendig, auch die anderen, in rationaler Sprache schwer zu fassenden Kommunikationsmöglichkeiten zu fördern, nämlich: bildnerische, musikalische, mimische, gestische, tänzerische und andere Ausdrucksformen.











