Interkulturelle Bildung

Interkulturelle Bildung und Kommunikation leistet einen wesentlichen Beitrag zur Integration und gegenseitigen Toleranz und fördert damit die Weltoffenheit einer Gesellschaft, die sich der Globalisierung nicht verschließen kann. Interkulturelle Bildung leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass aus Einwohnern unterschiedlicher Herkunft Bürgerinnen und Bürger einer Kommune werden. Unter der Perspektive des "globalen Lernens" wird versucht, z.B. durch kunsthandwerklich-gestalterische Angebote (z.B. "Töpfern wie in Afrika" oder "Chinesische Malerei und Kalligrafie") und im Fachbereich "Tanz" das Interesse und Verständnis für die Menschen fremder Kulturen und ihrer  Lebensbedingungen zu wecken. Ein Beispiel für das ‚interkulturelle Potential’ in einer Kommune: An Volkshochschulen unterrichten Kursleitende unterschiedlichster Kulturen und wirken auf authentische Weise interkulturell (an der vhs Heidelberg z.B. arbeiten Kursleitende aus rund 70 Nationen!)

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Kulturelle Bildung: gesellschaftlich notwendige Persönlichkeitsbildung

Immer weitere Lebensbereiche werden reinen Rationalitäts- und Nützlichkeitserwägungen unterworfen mit der Folge, dass auch die Weiterbildung zunehmend als bloße Anpassungsqualifikation verstanden wird. Bildung ist jedoch mehr als Anpassungsqualifikation oder Informationsmanagement. Information ist noch nicht Wissen, und Wissen ist noch keine Bildung:

"Gebildet ist jeder, der in der ständigen Bemühung lebt, sich selbst, die Gesellschaft und die Welt zu verstehen und diesem Verständnis gemäß zu leben."

(Deutscher Ausschuss für das Erziehungs- und Bildungswesen, Gutachten 1960)

Wirklich zukunftsfähig ist nur ein ganzheitliches, integratives Bildungsverständnis, also auch eine kulturelle Bildung, die außer Grund-, Fach- und Funktionswissen auch Orientierungskompetenzen vermittelt und neben den kognitiven die sozialen, emotionalen, ästhetischen und motorischen Aspekte der Persönlichkeitsbildung nicht vernachlässigt.

  • Künstlerische Äußerungen sind seit Jahrtausenden elementare und wesentliche Elemente der menschlichen Existenz;
  • je stärker Technik, Naturwissenschaft und Ökonomie das Veränderungstempo unserer Gesellschaft forcieren, desto notwendiger werden die Kultur- und Geisteswissenschaften.

Kulturelle Bildung muss daher nur den Bedarf, sondern auch die Bedürfnisse der Menschen befriedigen. Folglich vermittelt kulturelle Bildung – selbstverständlich! – Nützliches, aber darüber hinaus jenes Über-Nützliche, das sich den Kategorien der Funktionalität und der unmittelbaren Verwertbarkeit entzieht.