Aufgaben und Ziele kultureller Bildung
Eine wesentliche Aufgabe der kultureller Bildung (kB) ist ihre vermittelnde Funktion: KB kann/sollte fachliches Spezialwissen – einschließlich höchst anspruchsvoller Kunst und Kultur – entschlüsseln und in einen allgemeinen Verständnishorizont übersetzen, denn kulturelle Spitzenleistungen setzten solide Breitenarbeit voraus.
Damit Kulturleistungen wie Oper, Schauspiel, Konzert, Ausstellungen o. a. akzeptiert und nachgefragt werden, bedarf es einer kenntnisreichen, gebildeten und aufgeschlossenen Bevölkerung.
Aufgabe und Ziel kultureller Bildung ist es:
- Menschen in ihrer Persönlichkeitsbildung zu unterstützen und ihre sozialen, kommunikativen und kreativen Fähigkeiten zu stärken,
- das kulturelle Erbe (nicht nur) unserer Gesellschaft zu bewahren, zu vermitteln, weiter zu entwickeln und somit lebendig zu erhalten;
- Veranstaltungen anzubieten, in denen (neue) künstlerische Wahrnehmungs-, Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten erprobt werden können;
- gestalterische Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden und erproben zu können;
- ganzheitliches Lernen mit "Kopf, Herz und Hand" zu ermöglichen bzw. zu praktizieren;
- eigene ästhetische Qualitätskriterien zu entwickeln – auch als Gegengewicht zu den massenmedial vermittelten Kriterien einer Erlebnis- und Konsumgesellschaft;
- die Sensibilität für sozio-kulturelle Lebenszusammenhänge und für interkulturelle Bildungsarbeit zu fördern;
- die Fähigkeit zu sensible(re)n Wahrnehmungen zu unterstützen und zu stärken;
- in unserer immer stärker von Bildern, ästhetischen Produkten u.a. geprägten Kultur die Kritikfähigkeit im ursprünglichen Wortsinne (griech.: "krinein" = unterscheiden, differenzieren können) zu stärken;
- die 'Medienkompetenz' zu stärken: Die Kompetenz, Zeichen, Kommunikationsformen, Alltagsästhetik u.ä. visuelle Phänomene entschlüsseln zu können, ist wesentlicher Bestandteil der Medienkompetenz (d.h.: der Fähigkeit, reale und mediale Wirklichkeit kritisch beurteilen und reale von virtuellen Welten unterscheiden zu können);
- durch theoretische und praktische Auseinandersetzung Kunst und Literatur besser verstehen und in ihren gesellschaftlichen Bezügen einordnen zu können;
- die Kenntnisse zu vermitteln, die dazu beitragen, alte und neue Kunst verstehen zu lernen ("Man sieht nur, was man weiß." – Goethe);
- die Voraussetzungen zum Erwerb fachlicher und fachübergreifender Kompetenzen zu stärken (Teamfähigkeit, Selbstbewusstsein, Konzentrationsfähigkeit u. a.).










