Bekanntes und Unbekanntes - Eigenes und Fremdes - Beharrung und Wandel

Die Unterschiedlichkeit der Menschen zu akzeptieren, ist ein Grundprinzip der Demokratie. Akzeptanz ist mehr als Toleranz und setzt Respekt für den anderen voraus, ebenso Möglichkeiten der Begegnung, der Auseinandersetzung und des Perspektivwechsels.

Ziel ist die Verbindung von Bekanntem und Unbekanntem, von Eigenem und Fremdem und das Ausbalancieren von Beharrung und Wandel im Sinne von Tradition und Fortschritt. Ziel interkultureller Bildung ist es insbesondere, Menschen unterschiedlicher Herkunft in ihrer Persönlichkeitsbildung zu unterstützen und ihre sozialen, kommunikativen und kreativen Fähigkeiten zur stärken. Interesse und Neugier sind Voraussetzungen für eine gelingende interkulturelle Bildungsarbeit, d. h. sich für andere Menschen, Länder, Religionen zu öffnen und ihnen wertschätzend zu begegnen.

Wichtig bei der interkulturellen Bildungsarbeit ist das gleichberechtigte Nebeneinander von verschiedenen Kulturen und damit der Respekt vor der Verschiedenheit der Lebensform und Lebenswelten. Diese sind komplex, ganzheitlich und generationsübergreifend. Sie werden geprägt durch Einkommen, Bildung, Schichtzugehörigkeit, Wohngegend, Migration, Religion usw. und zwar jeweils im Spannungsfeld von Beharrung und Wandel, Tradition und Fortschritt. Angebote zur Integration und zur interkulturellen Bildung müssen diese Aspekte adäquat und differenziert beachten.