Qualitätssicherung in der Gesundheitsbildung

Qualitätsentwicklung und -sicherung müssen in der Gesundheitsbildung Priorität haben. Die Grundlage hierfür sind Standards, die die Konzeption, die Kursleiter(innen)qualifikation, die Angebotsplanung, die Raumausstattung, das Marketing und die Kooperationen betreffen. Beispielsweise wurden für die Volkshochschulen Qualitätsbausteine entwickelt. Dazu zählen folgende Prinzipien:

  • Profilbildung durch Entwicklung und Herausgabe von Kurskonzepten für Lehrkräfte und Teilnehmende zu zentralen Gebieten der Gesundheitsbildung;
  • Empfehlungen für die Planung und Durchführung eines bedarfs- und flächendeckenden Angebotes;
  • Evaluation durch regelmäßige Befragungen der Teilnehmenden und Kursleitenden, um herauszufinden, wie die Arbeit bei den Kund/-innen ankommt und wo Änderungen gewünscht werden;
  • Kund/-innenorientierung - dazu gehört die ständige Verbesserung des Services und die inhaltliche Weiterentwicklung des Angebots;
  • Kontinuität und Verlässlichkeit: das Planen und Realisieren der Angebote mit hoher Zuverlässigkeit und einer Mischung von Bewährtem und Neuem; ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis

Die Ziele sind, Angebote zu entwickeln, die den Lernbedürfnissen von Personen und Institutionen zum Themenfeld Gesundheit entsprechen und gleichzeitig den sozialen, alters- und geschlechtsspezifischen sowie ethnischen Unterschieden von Lernerfahrungen gerecht werden. Zudem soll das Lernen mit allen Sinnen ermöglicht und mit biographischen Erfahrungen verknüpft ("Lebensweisenkonzept") werden. Bei den Teilnehmenden soll das Vertrauen in die eigene Gesundheits- und Handlungskompetenz ("Salutogenese") gestärkt werden.