Weiterbildung für alle fördern

27.01.2012
 

Freundeskreis für Bildungs- und Kulturarbeit

Stuttgart.  Die Stadtbibliothek bekommt Unterstützung: Engagierte Personen aus Wirtschaft und Kultur haben sich zu einem Freundeskreis zusammengeschlossen, um sich für die Bildungs- und Kulturarbeit einzusetzen.

"Der Freundeskreis war schon seit Jahren ein Herzenswunsch von mir", betonte Kulturamtsleiterin Susanne Laugwitz-Aulbach, die als Initiatorin den Stein ins Rollen brachte. Mit der Eröffnung der neuen Stadtbibliothek sei nun der richtige Zeitpunkt gewesen, den Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen, einen Freundeskreis zu gründen. Zusammengewachsen ist bereits ein kleiner Kreis von neun Persönlichkeiten, die aktiv an der Zukunftsgestaltung der Bibliothek mitwirken wollen. "Wir wollen den Freundeskreis wörtlich nehmen", betont Laugwitz-Aulbach. Bei mehreren Treffen habe bereits ein reger Austausch stattgefunden, "Wir werden uns viel einfallen lassen", verspricht Laugwitz-Aulbach.

Den Vorsitz des Freundeskreises hat Berthold Leibinger, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Trumpf-Gruppe aus Ditzingen, übernommen. "Die Stadtbibliothek ist für mich ein Wissenstempel", sagte Leibinger, der mit dem Freundeskreis erreichen will, dass sich die Bürger der Stadt für das Innenleben des Hauses begeistern. "Wir sehen uns als Botschafter des Hauses", betonte auch Arnim Kogge vom Bankhaus Ellwanger und Geiger, der als stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises fungiert. "Wir müssen lebenslanges Lernen stärken", ist Oberbürgermeister Wolfgang Schuster überzeugt, der die Schirmherrschaft des Freundeskreises übernommen hat. Das große Ziel sei es, Menschen aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten eine bessere Chance auf Bildung zu ermöglichen. Er erhoffe sich von den Aktivitäten des Freundeskreises vor allem "mehr Aufwind für unsere Bibliothek". Es gehe ganz allgemein um die Weiterbildung der Stadtgesellschaft, so Schuster. Hier spiele nicht nur die Stadtbibliothek eine zentrale Rolle, wichtig seien auch die Angebote in den einzelnen Stadtteilbibliotheken.

Die Mitglieder des Freundeskreises sollen Kontakte zur Wirtschaft knüpfen und dadurch neue Kooperationen aufbauen. So soll die berufliche Bildung junger Menschen gefördert werden, insbesondere bei nicht-akademischen Berufen. Man wolle gewissermaßen als "Sparringspartner" auftreten, so Vorstandsmitglied und Verlegerin Stephanie Mair-Huydts. Für die Bibliotheksnutzung gewonnen werden sollen auch gezielt solche Bürger, die bislang keine optimalen Bildungschancen haben.

Quelle: Südwestpresse