Südwesten auf Rang drei beim Bildungsmonitor 2010

Platz 1 bei der Vermeidung von Bildungsarmut
Kultusministerin Marion Schick: Baden-Württemberg ist in vielen Bereichen spitze, in denen es um die Zukunft junger Menschen geht
Platz 1 bei der Vermeidung von Bildungsarmut
Studie bescheinigt Südwesten große Erfolge bei der Schulqualität / Übergang von der Schule in den Beruf gelingt besonders gut
„Baden-Württemberg ist in vielen Bereichen spitze, in denen es um die Zukunft junger Menschen geht. Das hervorragende Abschneiden Baden-Württembergs beim Bildungsmonitor 2010 belegt einmal mehr: Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen und die Qualität des Bildungssystems systematisch weiterentwickelt. Unsere kontinuierliche und verlässliche Bildungspolitik der vergangenen Jahre hat sich ausgezahlt“, erklärte Kultusministerin Marion Schick am Donnerstag (19. August 2010) in Stuttgart mit Blick auf die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2010 der Stiftung Neue Soziale Marktwirtschaft. Demnach belegt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich der Bildungssysteme Rang 3. In vielen der 13 untersuchten Handlungsfelder schneidet der Südwesten sehr gut ab.
„In der Spitzengruppe verzeichnet Baden-Württemberg den größten Punktezuwachs, was für die besondere Dynamik unseres Bildungssystems spricht“, hob die Ministerin hervor. Das Land hat in der Gesamtbewertung im Vergleich mit 2009 um 3,2 Punkte (2010: 76,3 Punkte) zugelegt. Den größten Sprung nach vorn (von Platz 5 auf Platz 2) erzielt der Südwesten im Handlungsfeld „Zeiteffizienz“ (z.B. niedriger Anteil an verspäteten Einschulungen, Wiederholer, Abbrecher, Ausbildungsabbrüche, Studiendauer).
Mit 5,5 Prozent ist darüber hinaus der Anteil der Schulabsolventen ohne Abschluss der niedrigste in ganz Deutschland. Damit belegt Baden-Württemberg im Handlungsfeld „Vermeidung von Bildungsarmut“ den ersten Platz. Weitere Stärken des Landes liegen der Studie zufolge in der hohen Schulqualität (Platz 2), der Förderung der beruflichen Bildung (Platz 2) sowie im zunehmenden Anteil von Akademikern (Platz 2). „Dies ist ein eindrucksvoller Beleg für die begabungsgerechte Förderung und Durchlässigkeit unseres differenzierten Schulsystems und ein Beweis dafür, dass der Übergang von der Schule in den Beruf besonders gut gelingt “, betonte Schick. „Insbesondere dem dualen Ausbildungssystem kommt dabei ein hoher Stellenwert zu, denn nirgendwo in Deutschland ist die Erfolgsquote der Berufsschüler in der dualen Ausbildung höher als bei uns.“
Die Studie hebt darüber hinaus den hohen Stellenwert der Bildung im Ausgabenverhalten der öffentlichen Haushalte in Baden-Württemberg hervor. „Es zeigt sich, dass sich die klare Prioritätensetzung der Landesregierung auszahlt. Denn das Bildungssystem ist ein wichtiger Wachstumsmotor, der wesentlich zur Zukunftsfähigkeit unsere Landes beiträgt.“
Obwohl in Baden-Württemberg die Abbrecherquote unter ausländischen Schülern mit 13,7 Prozent geringer ist als im Bundesdurchschnitt (15 Prozent) belegt das Land aufgrund der im Bundesvergleich größeren Differenz zur Abbrecherquote aller Schüler des Landes (5,5 Prozent) lediglich Platz 15. Die Ministerin bedauerte, dass die Studie in diesem Zusammenhang nicht die Ergebnisse des aktuellen IQB-Ländervergleichs berücksichtige, wonach die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in Baden-Württemberg bundesweit die besten Ergebnisse in fünf von sechs Testbereichen erzielt haben. „Nichtsdestotrotz wollen wir uns natürlich mit den Ergebnissen nicht zufrieden geben. Mit der Einsetzung des Expertenrats ‚Herkunft und Bildungserfolg’, der zu diesem Aspekt Handlungsempfehlungen vorlegen wird, haben wir bereits erste Konsequenzen gezogen“, erklärte Schick.
Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg







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